Keynote

Keynote Speaker Joseph Pelrine
Autorität, Macht, und Motivation
Joseph Pelrine

…Einer der Kanons (oder Koans) von Scrum ist, dass der ScrumMaster keine Autorität hat. Er/sie kann anderen nicht sagen, dass sie Dinge tun sollen. Obwohl dies eine gute Idee ist, um andere dazu zu bringen, Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen (d.h. sich selber zu organisieren), macht es der Mangel an Autorität oft schwierig, andere effektiv zu bewegen oder zu motivieren.

Keine Autorität zu haben bedeutet aber nicht, dass eine Person keine Macht hat. In diesem Vortrag werden das psychologische Konzept der Macht, ihre verschiedenen Arten sowie der persönliche Rang und die Fähigkeiten erörtert und Tools und Techniken bereitgestellt, mit denen Sie andere bewegen und motivieren können, auch wenn Sie nicht die Kontrolle haben. Es wird Ihnen auch helfen zu verstehen, wann andere Sie bewegen, motivieren und möglicherweise manipulieren.


Pitches

Die dunkle Triade
Diplom-Psychologe Thomas Körzel

…oder wie gehe ich um mit Machiavellisten, Narzissten und Psychopathen im beruflichen Kontext?


Culture eats agility for breakfast*

*angelehnt an Peter Drucker


Lea Schröder, Alexander Straub (changefication GmbH)

Was hat Agilität mit Kultur zu tun? Wie beeinflussen sie sich gegenseitig? Was braucht es und was darf nicht passieren, damit die Kultur agile Methoden unterstützt? Mit Euren Erfahrungen und ein paar Impulsen von uns werden wir gemeinsam Lösungsideen entwickeln. Breakfast is served ;)


High Performance Teams: Return of the Leistungsdruck oder der Heilige Gral in Scrum?
Arne Wingbermuehle (Colenet GmbH)

Ein Grund für Scrum ist, Zitat :"Das Doppelte an Arbeit in der Hälfte der Zeit" (Jeff Sutherland). Das gefällt Stakeholdern, denn es klingt nach einem Free Lunch. Für die Teams klingt das auf erschreckende Weise aber nach: no time for lunch, only work work work.

In der Session beleuchten wir das Heilsversprechen von Scrum aus beiden Blickwinkeln. Wir arbeiten gemeinsam Ziele, Wege und Irrwege aus. Am Ende gleiche wir das Ziel mit unseren persönlichen Erfahrungen und Zielen beim "Einsatz" von Scrum ab.

Die interaktive Session verwendet Humor, Wortspiele und die falschen Liberating Structures.


Mit der Dampfmaschine zum Mond - Vom Versuch mit untauglichen Mitteln in einer dynamischen Wirtschaft erfolgreich zu sein
Andreas Rein (Rein-Digital)

Die klassischen Wirtschaftswissenschaften, Management und Personalwirtschaft basieren auf theoretischen Grundlagen des 19. Jahrhunderts. Sie sind perfektionierte Dampfmaschinen - geschmeidig im Lauf, ausdauernd im Betrieb und elegant Anzuschauen. Aber vollkommen ungeeignet, um damit den Mond zu erreichen. Sie sind Vertreter der Steampunk Ökonomie.


Mit Cross-Team Refinement Abhängigkeiten eliminieren
Simon Flossmann, Professional Scrum Trainer und Steward für Scaled Professional Scrum

Der Wert, den ein einzelnes Scrum-Team liefert, ist oft nicht genug. Organisationen streben oftmals nach schnelleren Ergebnissen und fügen deshalb immer häufiger weitere Teams hinzu. Wenn mehrere Teams Arbeit aus einem Product Backlog ziehen, um gemeinsam ein Produkt zu liefern, entstehen zwangsläufig Abhängigkeiten. Die Teams sind nicht mehr nur mit teaminternen Abhängigkeiten konfrontiert, sondern auch mit Abhängigkeiten im Product Backlog, Abhängigkeiten zwischen Scrum-Teams und Abhängigkeiten in Architektur des Produkts. All diese Abhängigkeiten werden zum limitierenden Faktor für den Erfolg!

Der Schlüssel zur effektiven Skalierung der Produktentwicklung über mehrere Teams hinweg liegt darin, die Abhängigkeiten zwischen den Teams zu reduzieren oder zu eliminieren.

Das ist der Zweck des Cross-Team Refinement!

Cross-Team Refinement ist ein Event im Nexus Framework. Nexus hilft Organisationen, Scrum über ein einzelnes Scrum-Team hinaus zu skalieren.

In diesem Vortrag schauen wir hinter die Fassade des Cross-Team Refinement. Wir werden

  • aufdecken, wie Abhängigkeiten entstehen,
  • sehen welchen Einfluss Abhängigkeiten auf die Produktentwicklung haben,
  • ein Werkzeug kennenlernen, um teamübergreifende Abhängigkeiten zu identifizieren und zu visualisieren,
  • verschiedene Strategien zur Eliminierung von teamübergreifenden Abhängigkeiten kennenlernen.

Ziel dieses Vortrags ist es, Einblicke und praktische Tipps zu geben, wie Cross-Team Refinement durchgeführt wird.


Scrum Master und agile Coach „nach Corona”
Steffen Thols (Colenet GmbH)

Eine große Anzahl von Menschen arbeitet seit mehr als einem Jahr bis zu 100% aus dem Homeoffice. Es hat sich gezeigt, dass die Arbeit trotzdem erledigt wird und die Vorteile von Homeoffice viele auch „nach Corona” nicht mehr missen wollen. Für diese kommt eine Rückkehr zu Vollzeit ins Büro daher nicht in Frage. Was bedeutet dieser Wandel für die Arbeit als Scrum Master und agile Coach? Wir werden uns in dieser Session über die sich ändernden Rahmenbedingungen austauschen und gemeinsam darüber diskutieren.


OKR und Fettnäpfchen
Steffen Thols (Colenet GmbH)

OKR sind seit einigen Jahren in vielen Unternehmen ein beliebtes Mittel geworden, um u.a. die Zielausrichtung und Strategieumsetzung zu optimieren und gleichzeitig alle Mitarbeiter einzubinden um somit die intrinsische Motivation zu erhöhen, damit diese Ziele erreicht werden. Zumindest in der Theorie, denn die Realität sieht oft anders aus. In dieser Session werden wir uns kurz die Theorie zu OKR anschauen und dann einige Probleme bei der Nutzung von OKR diskutieren. Gemäß der Redensart „Aus Fehlern wird man klug”.


Schilderwald der Firmenkultur - Macht das Unsichtbare sichtbar
Daniel Westermayr (Colenet GmbH)

Wir sind es gewohnt, überall von Schildern umgeben zu sein - in Deutschland sind es über 20 Millionen. Auch unsere Firmen und Organisationen sind voll davon - zwar sind sie dort unsichtbar, aber nicht weniger wirksam. Wir alle kennen die unsichtbaren Schilder mit Verhaltensregeln, die unsere Firmenkultur zu steuern versuchen. Egal, ob uns nun ein unsichtbares Schild vorgibt, wie Meetings abzulaufen haben oder ein imaginäres Verbotsschild uns vermeintlich verbietet wichtige Mails ohne breiten CC-Verteiler zu senden.

In dieser Session geht es um genau diesen Schilderwald unserer Firmenkulturen.

Wir werden uns zunächst gemeinsam unsere Firmenkulturen sichtbar machen indem wir die unsichtbaren Gebots- und Verbotsschilder unserer Organisationen “designen” und diskutieren.

Danach gehen wir einen Schritt weiter und schaffen gemeinsam die Schilder, die wir eigentlich haben wollen, um erfüllt und motiviert arbeiten zu können und die genau die Firmenkultur fördern, die wir uns wünschen.